Anlässlich des 50. Jubiläums der Sektion Aargau des Aero-Clubs der Schweiz fand auf dem Flugplatz Birrfeld am 18. und 19. August 1984 eine kleine Airshow statt.

Leider konnte ich nur einen Teil der Airshow vom Sonntag, dem 19. August 1984 miterleben.

Grund dafür waren die strengen Wochen in der Rekrutenschule, die an den Wochenenden leider nicht allzu viel Freizeit zuliessen.

Am Samstag, 18. August 1985 war die Patrouille Suisse auf Hawker Hunter zu Gast. Leader Nr. 1: Hptm B. Morgenthaler 2: Lt Dill 3: Oblt Ramseier 4: Lt Schmid 5: Oblt am Rhyn 6: Oblt Wattinger.

Ein weiterer Höhepunkt waren die Warbirds der Fighter Collection von Stephen Grey. Vor Ort waren eine Grumman F-8F Bearcat (G-RUMM) und eine Supermarine Spitfire LF IX (G-BJSG).

Im Dezember 1983 gewann die Schweizer Vertretung an den Weltmeisterschaften der Fallschirmspringer im Vierer Relativspringen Gold und im Achter Silber. Mitglieder dieses Teams zeigten unter dem Namen Blue Magic eine tolle Show im Birrfeld.
Eine zivile Kunstflugstaffel aus Italien flog am beiden Tagen des Flugtages. Es waren die Alpi Eagles.

Alpi Eagles
Die Alpi Eagles waren eine sehr interessante Formation aus Thiene (Vicenza) in Norditalien, die man hauptsächlich in der Schweiz und in Deutschland etwa von 1984 bis 1988 sehen konnte.
Das Team wurde 1980 gegründet und verfügte ursprünglich über drei Pitts S-1A. 1983 wurden dann die drei Pitts durch vier Siai-Marchetti SF-260 C ersetzt, zu denen im letzten Jahr des Bestehens eine fünfte Maschine hinzukam.

Das Flugprogramm der Alpi Eagles wurde von ehemaligen Piloten der italienischen Luftwaffe, den Frecce Tricolori, geprägt, die nach ihrem Ausscheiden weiterhin in der Formationsfliegerei aktiv bleiben wollten. Zu ihrem Repertoire gehörten Figuren wie Apollo, Apocalypse, Cardioid und Papillon.

Die Staffelkapitäne und Fluglehrer verfügten über 5.000 bis 6.000 Flugstunden. Angelo Boscolo war der Leader, Vincenzo Soddu und Giuseppe Liva waren die Flügelmänner, Sergio Valori und Vittorio Cumin die Slots, während Gian-Battista Molinaro und später Joe Ferraro als Solopilot fungierten.

Im Jahr 1983 machten die Alpis sogar eine Amerika-Tour und traten in Chicago und in Oshkosh auf; 1986 waren sie in Deutschland auf dem Hotzenwald und in Hilzingen zu sehen, 1987 bei der Aero in Friedrichshafen und auf der Hahnweide. Nach dem Unglück der Frecce Tricolori im August 1988 in Ramstein wurde die Formation Alpi Eagles 1990 aufgelöst.












Quellen:
Aerial Visuals—Airframe Dossier—Grumman F8F-2P Bearcat, s/n 121714 USN, c/n D-1088, c/r G-RUMM. (o. J.). Abgerufen 3. Februar 2026, von https://aerialvisuals.ca/AirframeDossier.php?Serial=6603
D-Day veteran Spitfire airborne in UK after 22-year absence. (o. J.). Abgerufen 3. Februar 2026, von https://www.key.aero/article/d-day-veteran-spitfire-airborne-uk-after-22-year-absence
Die Fighter Collection – Wikipedia. (o. J.). Abgerufen 3. Februar 2026, von https://en.wikipedia.org/wiki/The_Fighter_Collection
Geistmann, D. E., & Geistmann, D. (Hrsg.). (2002). Die Welt des Fliegens (1. Aufl). Motorbuch-Verl.
Supermarine Spitfire Registry—A Warbirds Resource Group Site. (o. J.). Abgerufen 3. Februar 2026, von https://www.warbirdregistry.org/spitregistry/spitfire-ml417.html