Payerne 1989

Mirage IIIS
Mirage III S

Aus Anlass des 75-Jahr-Jubiläums der Fliegertruppen und des 25-jährigen Bestehens der Patrouille Suisse fand ein Tag der offenen Tür mit einer kleinen Flugschau auf dem Flugplatz Payerne statt. Die Vorführungen wurden von rund 10’000 Zuschauern verfolgt.

Mirage IIIS
Mirage III S

1989 war die Mirage IIIS die Speerspitze der Schweizer Fliegertruppen. Entsprechend wurde dieser Typ auch in verschiedenen Konfigurationen in der Luft gezeigt. Unter anderem wurde ein Start mit Hilfsraketen, sogenannten JATO’s gezeigt. Mit diesen Hilfsraketen brauchte die Mirage deutlich weniger Startstrecke und konnte so im Kriegsfall auch von behelfsmässig reparierten Pisten starten. Auch wurde der Raketenmotor SEPR präsentiert durch eine Mirage IIIS, welche unter eingeschaltetem Raketenmotor sehr tief über dem Publikum flog, was natürlich nicht dem Einsatzzweck entsprach. Der Raketenmotor war dazu gedacht, die Mirage IIIS im Ernstfall auf eine Höhe von maximal 20’000 Metern zu bringen, damit dort die Lenkwaffe AIM-26 Falcon gegen hochfliegende Bomber zum Einsatz gebracht werden konnte.

Patrouille Suisse
Patrouille Suisse

1989 begann auch die Auslieferung des Trainingsflugzeugs BAE Hawk Mk.66 an die Schweizer Fliegertruppen, wobei die meisten der 20 bestellten Flugzeuge in Lizenz in der Schweiz gefertigt wurden. In Payerne wurde die BAE Hawk bereits vorgeflogen, allerdings noch eine britische Ausführung. Vor allem die Formation mit dem Vampire-Trainer, welcher durch die BAE Hawk abgelöst wurde, war ein schönes Fotosujet.

Flugprogramm des Tages der offenen Tür (POPAY) 1989

Datum: 15. April 1989
Zeit: 13:45 – 15:00 Uhr

Super Puma – Transport-Demo
Mirage III S – Start mit JATO-Hilfsraketen
Pilatus PC-7 Voltige – Kunstflug
Tiger F-5E (Patrouille) – Flugeigenschaften
Pilatus Turbo-Porter – Flugeigenschaften
Mirage III S – Vorführung mit SEPR-Raketenmotor
Pilatus PC-9 – Kunstflug
Super Puma – Feuerlösch-Einsatz
BAe Hawk + Vampire-Trainer – Trainer alt/neu im Vergleich
Mirage III RS – Flugeigenschaften
2 Alouette III, Super Puma – Heli-Ballett
Pilatus Turbo-Porter – Absetzen von Fernspähern
Patrouille Suisse – Eleganz mit 6 Hunter

Nr.TypcnBemerkungen
J-2011Dassault Mirage IIIBSMD470/227FFlieger-Flab-Museum Dübendorf – eingelagert
J-2322Dassault Mirage IIIS17-26-119/1012
J-2332Dassault Mirage IIIS17-26-129/1031Autobahnraststätte Estavayer-Le Lac
J-3009Northrop F-5E Tiger IIL1009In die USA geliefert als Bu761534
J-3211Northrop F-5F Tiger IIM1011
J-4021Hawker Hunter Mk.5841H-691770Mit der militärischen Kennung ZZ194 bei der Hawker Hunter Aviation Ltd at Scampton (UK).
J-4022Hawker Hunter Mk.5841H-697389Magyar Repüléstörténeti Múzeum Alapitvany
J-4026Hawker Hunter Mk.5841H-697392Private Sammlung Werner von Arx, Basel-Mulhouse
J-4027Hawker Hunter Mk.5841H-697393ATAC (Airborne Tactical Advantage Company) als N336AX.
J-4028Hawker Hunter Mk.5841H-697395
R-2114Dassault Mirage IIIRS17-26-146/1041Eingelagert auf dem Flugplatz Payerne
R-2116Dassault Mirage IIIRS17-26-148/1043Ausgestellt im ‚Mirage Center‘ in Stans
T-311AS-332 Super Puma2216Aktiv im Truppendienst
U-1222De Havilland Vampire T.55982Als N23105 mit der Bemalung als ‚Royal Air Force WB188‘
ZA101Hawk41H/4020010
Logfile vom 15. April 1989

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