Der Stealth-Bomber Northrop-Grumman B-2A Spirit flog am Eröffnungstag der Ausstellung 1996 direkt von seinem Stützpunkt in den USA aus vorbei. Für viele war es das erste Mal, dass sie diesen Typ zu Gesicht bekamen, nachdem sie in der Presse so viel darüber gehört hatten. Ich war am ersten Tag leider nicht anwesend und verpasste so diese Gelegenheit.

Ich hatte das Glück, an einem Tag, der eigentlich nur fürs Fachpublikum reserviert ist, die Show besuchen zu können. Somit konnte ich die damals aktuellen Flugzeuge unter meist vergleichbaren Bedingungen studieren und natürlich fotografieren.

Der Eurofighter, der später den Namen Typhoon erhielt, feierte in Farnborough sein Debüt, noch als Prototyp, sollte aber schliesslich zum Hauptbestandteil der Luftverteidigung der Royal Air Force werden.

Weil die Flugzeuge auch verkauft werden sollen, wurden die Grenzen des Möglichen von den Piloten sehr stark ausgelotet. Der Pilot der F/A-18 Hornet ging so weit, dass seine Maschine nach einem abrupten Manöver hinter dem Wald verschwand, der hinter der Pistenachse verläuft. Eigentlich wartete man nur noch auf den Knall, doch wie ein Wunder tauchte die Maschine wieder auf und beendete ihr Display.

Im Nachgang zu Show war in der Presse zu lesen, dass einige der Piloten an den Folgetagen nur noch unter strengen Auflagen die Displays fliegen durften, waren doch den Verantwortlichen die waghalsigen Vorführungen nicht entgangen.

Passagierflugzeuge waren auch gut vertreten bei der Ausgabe 1996. Airbus A319-114, A330-332 und A340-311 nahmen an der Flugvorführung teil. Auch Boeing war mit seiner 777-200 vertreten, die zum ersten Mal im statischen Bereich ausgestellt wurde.

Obwohl sie nicht voll besetzt und nur leicht betankt waren, war das Luftballett und die Anmut, mit der die Piloten diese grossen Verkehrsflugzeuge steuerten, wirklich beeindruckend anzusehen.

Die Sukhoi Su-37 beeindruckte sowohl am Boden als auch in der Luft mit ihrer überragenden Manövrierfähigkeit, die auf die Schubvektorsteuerung zurückzuführen war. Ein bemerkenswertes Manöver war die Super Cobra, die von Piloten Frolov während der Farnborough Airshow 1996 vorgeführt wurde, bei dem das Flugzeug um 180 Grad geneigt und kurzzeitig in der Heckvorlage-Position gehalten wurde, was theoretisch das Abfeuern einer Rakete auf einen Gegner ermöglichen würde.

Das Flugtestprogramm der Su-37 endete am 19. Dezember 2002, als das linke Höhenleitwerk des Flugzeugs während eines Manövers mit hoher G-Belastung abbrach und es in Shatura in der Nähe von Moskau abstürzte. Es wurden keine weiteren Su-37 mehr gebaut.































| Regi | Besitzer | Typ | MSN |
| 024WHITE | Russian Air Force | Kamov Ka-50 | 3538053201003 |
| 163029 | US Navy | Grumman E-2C | 625 |
| 164701 | US Marines | Boeing F/A-18C Hornet | 1140/C308 |
| 39116 | Swedish Air Force | Saab JAS39A Gripen | 39-116 |
| 39120 | Swedish Air Force | Saab JAS39A Gripen | 39-120 |
| 711WHITE | Russian Air Force | Sukhoi Su-37 | 79871011104 |
| 714 | Romanian Air Force | Mikoyan MiG-21 Lancer A | 962714 |
| 92-3915 | US Air Force | Lockheed F-16 Fighting Falcon | CC-157 |
| 94-0070 | US Air Force | Lockheed C-17 Globemaster 3 | 50030 |
| F-WREX | Dassault | Dassault Falcon 900EX | 1 |
| M-01 | French Navy | Dassault Rafale | — |
| PP-ZTV | Embraer | EMB-312 Tucano | 312454 |
| ZA360 | Royal Air Force | Panavia Tornado GR1 | 041/BS010/3021 |
| ZD463 | Royal Air Force | Bae Harrier GR.9 | P.53 |
| ZH588 | Royal Air Force | Eurofighter 2000 | DA2 |
| ZJ100 | BAE-Systems | Bae Hawk 100 | 41H-312359 |