75 Jahre Segelfluggruppe Olten: Ein Rückblick auf das Jubiläum

Am 18. und 19. August 2007 feierte die Segelfluggruppe Olten (SGO) das 75-Jahre-Jubiläum, ein bedeutsames Ereignis, das nicht nur von den Mitgliedern der Gruppe, sondern auch von zahlreichen Flugbegeisterten aus der Region mit Spannung erwartet wurde. Aus diesem Grund durften auf dem kleinen Grasflugplatz im Gheid auch Motorflugzeuge starten und landen, was für viele Besucher eine willkommene Abwechslung darstellte. Die Veranstaltung bot zudem ein abwechslungsreiches Programm, das von Flugvorführungen bis hin zu spannenden Informationsständen reichte, an denen die Teilnehmer alles über die Geschichte des Segelflugs erfahren konnten. Mit festlichen Aktivitäten am Boden und beeindruckenden Flugmanövern in der Luft wurde das Jubiläum zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Anwesenden.

Vor allem am Samstag waren doch einige Höhepunkte im Flugprogramm zu finden. Das PC-7 Team und auch das Breitling Jet Team gaben sich die Ehre, dazu auch noch das Super Puma Display sowie die Morane D-3801 in den Farben der französischen Luftwaffe. Die Junkers Ju-52 führte Rundflüge ab dem Flugplatz Olten-Gheid durch.

Nicht fehlen durften die Windenstarts der Segelflugzeuge der SGO. Weil der Betrieb von Motorflugzeugen auf dem kleinen Grasflugplatz verboten ist, stellt diese Art des Starts die einzige Alternative dar. Die Klinkhöhe befindet sich auf etwa 350 Meter Höhe.

Geschichte des Flugplatzes Olten-Gheid
1932
gründeten Mitglieder des Faltbootklubs Mittelland in Olten die Gruppe Segelflieger Mittelland (SFM). Erster Höhepunkt war der 23. September 1932, als bei bestem Herbstwetter 5’000 Zuschauer zu Fuss auf den nahen Engelberg marschierten, um dem ersten Flugtag der SFM beizuwohnen. Diese Veranstaltung zog nicht nur Flugbegeisterte an, sondern ließ auch viele Einheimische die Faszination des Fliegens entdecken und erlebten einen unvergesslichen Tag mit atemberaubenden Segelflugmanövern und inspirierenden Vorführungen.
1934,
nach dem Tod von Jörg Häfeli, der die Gruppe des SFM als junger Militärpilot leitete, gründeten die verbliebenen Mitglieder die Segelfluggruppe Olten (SGO), um die Tradition des Segelfliegens in der Region aufrechtzuerhalten und neue Talente zu entdecken.
1943
gab die Schweizer Armee den Oltner Militärflugplatz für die Anbauschlacht frei, sodass die SGO nach dem Zweiten Weltkrieg ohne Flugplatz dastand, was die Aktivitäten erheblich einschränkte und das Engagement der Mitglieder auf eine harte Probe stellte.
1949
wuchs wieder Gras auf der Oltner Flugpiste und die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Flugbetriebs wurde spürbar. Doch schon bald zeichnete sich eine neue Gefahr ab. Die am östlichen Pistenende domizilierte Zementfabrik frass sich mit ihrem Kiesabbau gegen Westen, was die Zukunft des Flugplatzes ernsthaft gefährdete.
1970
betrug die Pistenlänge noch 550 Meter. Der Fluglärm, ein Hindernis im Anflug und die Grundwasserschutzzone besiegelten das Schicksal der Oltner Motor-Fliegerei endgültig, da viele Anwohner gegen den Betrieb protestierten und Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung gefordert wurden.
1978,
genauer am 30. September 1978 wurde der Flugplatz Olten-Gheid geschlossen, was für viele Piloten und Flugfans einen schmerzhaften Verlust bedeutete, da sie nun nach Alternativen suchen mussten.
1979,
als klar war, dass der geplante Ersatzflugplatz in Kestenholz nicht verwirklicht werden konnte, errichtete die SGO auf dem stillgelegten Flugplatz Olten-Gheid ein viel zu kurzes Windenstartfeld von 30 mal 550 Metern, um den Mitgliedern zumindest eine Möglichkeit zu geben, ihrer Leidenschaft nachzugehen.
1994
ermöglichten Landarrondierungen die Piste leicht zu drehen und anschliessend in zwei Schritten gegen Osten zur verlängern, was vielen Segelfliegern neue Perspektiven bot. Die Klinkhöhe beim Windenstart konnte so auf 350 Meter erhöht werden, was die Möglichkeit bot, wieder regelmäßig Flüge durchzuführen und die Gemeinschaft der Segelflieger zu stärken.
Quelle: Programm des Flugtages Olten 2007
| Regi | Typ | MSN | Bemerkungen |
| A-906 | Pilatus PC-7 | 314 | PC-7 Team |
| A-908 | Pilatus PC-7 | 316 | PC-7 Team |
| A-909 | Pilatus PC-7 | 317 | PC-7 Team |
| A-911 | Pilatus PC-7 | 319 | PC-7 Team |
| A-913 | Pilatus PC-7 | 321 | PC-7 Team |
| A-916 | Pilatus PC-7 | 324 | PC-7 Team |
| A-922 | Pilatus PC-7 | 330 | PC-7 Team |
| ES-TLC | Aero L-39 Albatros | 533223 | Breitling Jet Team |
| ES-YLF | Aero L-39 Albatros | 433141 | Breitling Jet Team |
| ES-YLI | Aero L-39 Albatros | 433142 | Breitling Jet Team |
| ES-YLR | Aero L-39 Albatros | 533628 | Breitling Jet Team |
| ES-YLX | Aero L-39 Albatros | 432905 | Breitling Jet Team |
| G-BSDS | Boeing Stearman E75 Kaydet | 75-118 | Flying Display |
| HA-ABA | Antonov An-2 | 1G234-23 | Rundflüge |
| HB-1131 | Pilatus B4-PC11 AF | 119 | Segelflug Akro |
| HB-3166 | Duo Discus | 27 | Baujahr: 1994 |
| HB-3170 | LS8 a | 8020 | Baujahr: 1995 |
| HB-753 | Schleicher K 8 B | 8263 | Baujahr: 1963 |
| HB-CGK | Cessna 152 | 15284522 | Baujahr: 1980 |
| HB-FOT | Pilatus PC-12 | 121 | Anstrich Sauber Rennteam |
| HB-HOT | Junkers Ju-52 | 6595 | Baujahr: 1939. Absturz am 4. August 2018 beim Piz Segnas. |
| HB-MKR | Bücker Jungmeister | WD29A | Baujahr: 2000 |
| HB-MSS | Sukhoi Su-26 | 43928 | Motorkunstflug Bruno Müller |
| HB-RCF | Morane MS.406 C | 194 | Pilot Daniel Koblet |
| HB-UUD | Bücker Jungmann | 16 | Baujahr: 1937 |
| HB-UVN | Bücker Jungmann | 2142 | Baujahr: 1957 |
| HB-VNZ | Cessna 550B Citation Bravo | 550-0906 | Baujahr: 2000 |
| HB-YKQ | Slepcev Storch | 74 | Baujahr: 2003 |
| N929SU | Sukhoi Su-29 | 77-01 | Motorkunstflug |
| T-325 | AS-332 Super Puma | 2367 | Flying Display |
| ZK-JPP | Pacific Aerospace 750XL | 106 | Absetzflugzeug Fallschirmspringer |





































