Anlässlich seines 90-Jahre-Jubiläums lud der Airport Grenchen zu einem Flugtag ein, der durch die Organisatoren als Air90 bezeichnet wurde.


Ich erfuhr etwa eine Woche vor dem Anlass davon. Angesagt waren die F/A-18, das PC-7 Team sowie als besondere Einlage eine Grossformation des PC-7 Teams mit der Classic Formation.

Bei bestem spätsommerlichem Wetter konnte der Flugtag durchgeführt werden. Allerdings sagte das F/A-18 Hornet Solo Display seine Vorführung 2 Tage vor dem Termin ab. Eine herbe Enttäuschung sicherlich für viele Flugzeugfans aber auch für die Organisatoren.


Auch Willy Kämpfer mit seiner De Havilland Gipsy Moth mit Jahrgang 1931 zeigte sich am Grenchner Himmel. Nach der Absage der Flügerchilbi in Bleienbach bei Langenthal, wo die Maschine Dauergast ist mit Auftritten im Flying Display, konnte der schöne Doppeldecker doch noch in der Luft bewundert werden. Das Markenzeichen von Willy Kämpfer ist der weisse Schal, der im Fahrtwind flattert.

Einer der Höhepunkte der Air90 war der Flug der Nieuport 23 C-1, einer Replika aus dem Hause der Nieuport Memorial Flyers. Insgesamt sollen 3 dieser Replikas gebaut werden. Der Sound eines Umlaufmotors unterscheidet sich doch stark von normalen Kolbenmotoren. Entweder dreht der Motor mit Vollgas, oder der Pilot schaltet die Zündung aus. Dadurch entsteht eine besondere Geräuschkulisse. Die Maschine wurde durch Isidor von Arx gekonnt geflogen. Von diesen Flugzeugen wurden durch die Schweizer Fliegertruppen im Jahre 1917 fünf Stück beschafft. Damit ist die Nieuport 23 C-1 nun bezüglich der Konstruktion das älteste noch fliegende Exemplar eines Flugzeugs der Schweizer Fliegertruppen. Natürlich kein Original, wie die zwei noch fliegenden Dewoitine D.26, aber doch ein Nachbau, der dem Original alle Ehre macht.

Die Aeronca 15AC Sedan mit der Seriennummer 15AC-371 (N1331H) wurde am 8. April 1949 erbaut. Im September 1981 wurde die Sedan bei einem Startunfall schwer beschädigt. Erst im Jahre 2005 und nach diversen Besitzerwechseln wurde der Restaurierungsprozess in der Schweiz begonnen. Es handelt sich um ein viersitziges Leichtflugzeug mit festem konventionellem Fahrwerk, das zwischen 1948 und 1951 von Aeronca Aircraft hergestellt wurde. Wie bei anderen Aeronca-Konstruktionen sind auch bei der Sedan der Rumpf und das Leitwerk aus geschweißten Metallrohren gefertigt. Das Fahrwerk der Sedan ist konventionell angeordnet, mit einem Hauptfahrwerk aus Stahlrohr und einem lenkbaren Spornrad. Angetrieben wird die Sedan von einem Continental O-300-A Motor mit 145 PS (108 kW).
Quelle: n1331h.com

Das Flugzeug mit der Seriennummer 76-3556 wurde am 7. Juli 1941 im kalifornischen Inglewood zunächst als AT-6A fertiggestellt, dann aber von der RAF als Harvard IIA mit der RAF Serien-Nummer AJ 586 übernommen. Nachdem die 76-3556 zunächst auf der RAF-Ausbildungsbasis Kingston in Kanada gedient hat, wurde sie später von der Royal Canadian Air Force in das Squadron 401 in St. Hubert übergeführt, wo sie am 11. Oktober 1960 ausgemustert wurde.
Von 1966 bis 2005 war sie in privatem Besitz in Michigan. Flugtüchtig wurde sie nach dem letzten Flug im Jahre 1953 aber erst wieder 2004 nach einer kompletten Restauration.
2005 wurde sie nach Deutschland verkauft, wo sie kurz danach das erste Flugzeug im berühmten Hangar 10 auf Usedom war. In Deutschland wurde das kanadische Farbschema in die Nachkriegs-Kennzeichnung der USAF geändert. Im Rahmen einer Neuausrichtung der Sammlung wurde die 76-3556 2017in die Schweiz verkauft, wo sie von Lukas Schatzmann und Alex Heuberger ab Grenchen (LSZG) betrieben wird, seit Frühjahr 2018 als HB-RTA.
Quelle: AT6-A HB-RTA

Die Turbine Legend ist ein stromlinienförmiger Tiefdecker, der hauptsächlich aus kohlenstofffaserverstärktem Polymer besteht. Die Turbine Legend hat einen 724 PS (540 kW) starken Turboprop-Antrieb, und das bei einem Leergewicht von nur 930 Kilogramm. Die Maschine verfügt über ein einziehbares Dreiradfahrwerk. Das geschlossene Cockpit bietet Platz für zwei Personen auf Tandemsitzen mit Doppelsteuerung. Ab Grenchen werden Passagierflüge angeboten.

Früher war das PC-7 Team ein seltener Gast in Grenchen. Seit sich das Team entschlossen hat, die jährlichen Trainings an den verschiedensten Standorten in der Schweiz durchzuführen, profitiert auch der Flughafen Grenchen von dieser Neuerung. Bereits am 31. Mai 2021 waren die schnittigen rot-weissen PC-7 am Grenchner Himmel zu bestaunen. Es lohnt sich ab und zu ein Blick in die Facebook-Seite des Teams, denn dort werden die aktuellen Trainings des Teams immer frühzeitig angekündigt.



Die Yak-52 von Dave Oldani. Schon seit ein paar Jahren ein vertrauter Anblick auf Schweizer Airshows.




































































































