Axalp 2022

Am 18. Oktober 2022 lockte das Wetter die Flugzeugbegeisterten in Scharen auf den Berg. Die Ebenfluh auf 2’200 Metern über Meer war wieder das Ziel der Fliegerträume.

Ich wählte den Trainingstag, weil schon am Vormittag mit viel Flugbetrieb gerechnet werden kann. Der Wetterbericht war für alle Vorführtage gut und verhiess Temperaturen wie schon lange nicht mehr im Oktober.

Anreise zur Ebenfluh auf 2’200 Metern über Meer
Abfahrt in Brienz um 6:20 Uhr. Ankunft um 6:45 Uhr im Axalp-Dorf!
Die meisten Besucher nehmen den Sessellift Windegg.

Auf die Fahrt mit dem Sessellift verzichtete ich, im Wissen darum, das vor 9 Uhr kaum Flugbetrieb herrschen würde, mit Ausnahme der Materialtransporte durch die Helikopter.

Der «Big Lift» mit den Super Puma-Helikoptern zum Transport der VIP’s findet erst an den offiziellen Vorführtagen statt. So bleibt am Trainingstag am Vormittag mehr Zeit für Flugvorführungen.

Es ist 7:15 Uhr. Ich geniesse die blaue Stunde während des Aufstiegs. Blick auf Axalp-Dorf und Brienz.
Es ist 7:20 Uhr. Ankunft auf der Chüemad beim Sennhaus auf 1’800 Meter. Die Lichter zeigen die Stirnlampen der Frühaufsteher, welche schon bald die Brau auf 2’100 Metern erreichen..
Es ist geschafft. Nach dem steilen Anstieg vom Oberbodenwang zur Brau und anschliessend weiter zum Tschingel bin ich um 8:30 Uhr gut angekommen. Wir immer gilt es das T-Shirt zu wechseln und trotz des guten Wetters eine warme Jacke und Mütze anzuziehen.
Training am Vormittag

Als ich darum um 8:30 Uhr auf der Ebenfluh ankam, nahm ich es locker, wechselte das verschwitzte T-Shirt und schaltete vorsichtshalber die Kamera ein. Kaum war die Kamera «on» schon klang von weit her das Geräusch eines Jets.

Hornet Solo Display Team
High Speed Pass
Yannick Zanata um 8:55 Uhr beim High Speed Pass

Es war die Maschine von Yannick Zanata, welche gegen 8:45 Uhr das Training zum Hornet Solo Display in Angriff nahm.

Nach den üblichen 10 Minuten Vorführung war die Speicherkarte bereits mit ca. 800 Fotos gut gefüllt, wobei beim High Speed Pass der ersehnte Verdichtungsstoss perfekt sichtbar war. Das Licht war dabei auch auf meiner Seite, den um diese Zeit wird die Sonne noch durch den Wildgärst verdeckt. Das starke Gegenlicht war also noch nicht präsent.

High Speed Pass der F/A-18C Hornet (J-5017), Staffelmaschine der Fliegerstaffel 17 «Falcons».
Fliegerschiessen durch die Fliegerstaffel 11 «Tigers» aus Meiringen
Patrouille Hornets
J-5002 und J-5023 beim Anflug aus Westen mit Flares

So ging es dann bis 11:15 Uhr Schlag auf Schlag weiter, wobei die vier F/A-18 der Fliegerstaffel 11 aus Meiringen das Schiessen übten und auch die Swiss Parawings eine gute Choreographie mit Fahnen und Rauch zeigten.

Swiss Parawings
Swiss Parawings

Danach zeigte sich die Pilatus PC-21, zuerst alleine und dann im Verbund mit einer Pilatus PC-7, und ich schaltet innerlich bereits ein wenig ab. Das war aber ein schwerer Fehler, denn was die beiden Piloten boten, war vom Allerfeinsten.

Pilatus PC-21 und Pilatus PC-7
Pilatus PC-21
Pilatus PC-21 (A-103) mit Daniel «Stampa» Stämpfli am Steuerknüppel.

Immer wieder flogen sie von Norden her aus der Region Brienzerrothorn den Schiessplatz an und schlichen sich dabei die Felswand zur Ebenfluh hinauf. Konturenflug vom Feinsten.

Pilatus PC-21
Konturenflug mit ausgefahrenem Fahrwerk.

Es war so, als würden diese Maschinen nur für die Fotografen ihre Präsentation fliegen. Als ich erst Mal den Dreh raushatte und mein Tele in Richtung Brienz richtete, sah ich im entscheidenden Moment statt der schnittigen PC-21 nur grau. Ein Fotograf hatte sich vorgedrängt. Was ich dabei dachte behalte ich besser für mich.

Pilatus PC-21
Beim Fliegerschiessen gewähren die Piloten einen tiefen Einblick in ihre Arbeit!

Zu guter Letzt schaffte ich es dennoch und meine Kamera konnte diesen tollen Anflugweg auf die Speicherkarte bannen. Ich war nach diesem morgendlichen Training total zufrieden und hatte soviel im «Kasten» wie schon lange nicht mehr bei einem Fliegerschiessen.

Lockheed-Martin F-35A Lightning II

Der Nachmittag bot natürlich auch noch viele schöne Momente, wobei die beiden Lockheed Martin F-35A aus Italien eine echte Überraschung waren. Diese Jets hatte wohl niemand auf dem Zettel.

F-35

Ich vermute, dass die Maschinen vom Flugplatz Ghedi (LIPL) in der Lombardei in die Schweiz flogen und nach dem Display auch wieder zurück.

F-35

Die 32-09  gehört zur 13. Staffel des 32. Geschwaders stationiert in Amendola in der Region Apulien. Taktische Nummer: MM7359 | Konstruktionsnummer: 5144/AL-9. Quelle: scramble.nl.

F-35

Die 6-01 gehört zum 6. Geschwader und ist in Ghedi in der Region Lombardei stationiert. Taktische Nummer: MM7366 | Konstruktionsnummer: AL-16.
Quelle: scramble.nl.

Fliegerschiessen der Fliegerstaffel 11 am Nachmittag
Patrouille Hornets
Vorführung des Hornet Solo Display Teams
Verdichtungsstoss
Display von Yannick Zanata, Fliegerstaffel 17
Patrouille Suisse
Patrouille Suisse
Patrouille Suisse
Verschiedene Vorführungen
RegistrationAirlineAircraft TypeMSN
A-103Swiss Air ForcePilatus PC-21
A-918Swiss Air ForcePC-7 Astra326
HB-ZRYRegaA-10922205
J-3082Swiss Air Force Northrop F-5E Tiger II
J-3085Swiss Air ForceNorthrop F-5E Tiger II
J-3087Swiss Air Force Northrop F-5E Tiger II
J-3088Swiss Air Force Northrop F-5E Tiger IIL1088
J-3090Swiss Air ForceNorthrop F-5E Tiger IIL1090
J-3091Swiss Air Force Northrop F-5E Tiger II
J-5002Swiss Air ForceFA-18C HornetSFC002
J-5008Swiss Air ForceFA-18C HornetSFC008
J-5017Swiss Air ForceFA-18C HornetSFC017
J-5019Swiss Air ForceFA-18C HornetSFC019
J-5020Swiss Air ForceFA-18C HornetSFC020
J-5023Swiss Air ForceFA-18C HornetSFC023
MM7359Italian Air ForceLockheed Martin F-35A5144 / AL-9
MM7366Italian Air ForceLockheed Martin F-35AAL-16
T-333Swiss Air ForceAS-532 Cougar2521
T-339Swiss Air ForceAS-532 Cougar2551
T-360Swiss Air ForceEC-635722
T-370Swiss Air ForceEC-635820
T-786Swiss Air ForcePC-24121
V-631Swiss Air ForcePC-6749
Logfile vom 18. Oktober 2022

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