Mollis 2023 (II)

Erster Tag der Airshow am 18. August 2023
Eurofighter Typhoon | 30+28
Eurofighter Typhoon | 30+28

Am 18. und 19. August 2023 fand in Mollis im Kanton Glarus bereits das 8. Zigermeet statt, wobei der Anlass von einem neuen OK in „ZigAirMeet“ umgetauft wurde. Der Hunterverein Mollis, welcher die Ausgaben 2009 bis 2016 des Zigermeets organisierte, übergab diese Aufgabe ab 2019 dem neu gegründeten Verein „Zigermeet“.

Lockheed Modell 12 Electra Junior | NC18125
Lockheed Modell 12 Electra Junior | NC18125

Am Freitag, 18. August 2023 hatte es auf dem Gelände des Flugplatzes Mollis genügend Platz und man konnte als Fotograf gut verschiedene Standorte ausprobieren.

Christian Moullec und seine Gänse
Christian Moullec und seine Gänse

Es ist in Mollis schon gut spürbar, dass vor allem am Nachmittag starkes Gegenlicht herrscht. Weil die Organisatoren die besten Programmpunkte meist erst am späteren Nachmittag planen, ist das Fotografieren doch eine echte Herausforderung.

Team Niebergall | D-EDUR + D-ENIC
Team Niebergall | D-EDUR + D-ENIC

Dank der digitalen Aufnahmetechnik und einer intensiven Nachbearbeitung können aber auch diese doch eher schlecht belichteten Fotos noch vorgezeigt werden. In der analogen Fotografie wären dabei nur Scherenschnitte entstanden.

Airbus Helicopter Tiger UHT | 74+48
Airbus Helicopter Tiger UHT | 74+48
Junkers F13 | HB-RIA
Junkers F13 | HB-RIA

Supermarine Spitfire LF Mk. Vb

Supermarine Spitfire LF Mk. Vb | G-LFVB
Supermarine Spitfire LF Mk. Vb | G-LFVB

Die Supermarine Spitfire mit der Kennung EP120 gehört zu einer Serie von 905 Spitfire Mark.V, die in Castle Bromwich 1942 gebaut wurden. Am 4. Juni 1942 wurde die EP120 an die Nr. 501 Squadron ausgeliefert. Zwei Flugunfälle ereilten das Flugzeug schon bald, als es zur Unterstützung des Angriffs auf Dieppe flog. Während des dritten Angriffs schoss die Spitfire unter dem Piloten Wing Commander Patrick Gibbs eine Do 217 ab, die auf die britischen Schiffe zuflog. Im folgenden Jahr, am 22. April 1943, wurde sie der No. 402 Squadron zugewiesen, wo sie Squadron Leader Jeff Northcote zugeteilt wurde. Dieser Pilot schoss im weiteren Verlauf des Krieges insgesamt 6 deutsche Maschinen ab, bevor die Maschine stark beschädigt wurde. Mit sieben Abschüssen ist sie die erfolgreichste noch existierende Supermarine Spitfire Mk V.

Supermarine Spitfire LF Mk. Vb | G-LFVB
Supermarine Spitfire LF Mk. Vb | G-LFVB

Die EP120 war 1968 als statisches Flugzeug im Battle of Britain-Film zu sehen. Sie wurde eingelagert, bis sie 1991 verkauft und von Historic Flying in Audley End für die Fighter Collection in Duxford restauriert wurde. Der Erstflug nach der Restaurierung erfolgte am 12. September 1995. Im Jahr 2000 wurde die Spitfire mit einem neuen Farbschema für den Film Pearl Harbour versehen. Die Spitfire trägt derzeit das Farbschema, welches sie im Einsatz bei der Royal Air Force während des Zweiten Weltkriegs aufwies.

Supermarine Spitfire LF Mk. Vb | G-LFVB
Supermarine Spitfire LF Mk. Vb | G-LFVB
Warum die «abgeschnittenen» Flügel?

Anlässlich der Airshow im Glarnerland hörte ich von einigen Zuschauern abwertende Kommentare zu den gestutzten Flügeln der Spitfire mit der Kennung EP120. Darum untenstehend eine kurze Begründung dieser Massnahme durch den Hersteller.

Ab der Version Mark V wurden bei einigen Spitfires die abgerundeten, elliptischen Flügelspitzen ausserhalb der Querruder „abgeschnitten“ und durch kürzere, quadratische Verkleidungen ersetzt, um die Leistung im Tiefflug zu verbessern und die Rollrate zu erhöhen – ein Bereich, in dem die Mark V gegenüber der konkurrierenden Focke-Wulf 190 A stark zurückfiel. Obwohl diese „Stutzflügel“-Flugzeuge im Volksmund als „LF“-Versionen bezeichnet werden, weil sie mit „LF“ bezeichnet wurden (z. B. Spitfire LF Mk V), bezieht sich das „L“ eigentlich auf die verschiedenen Versionen der verwendeten Rolls-Royce-Merlin-Triebwerke, die mit „beschnittenen“ Laderädern (Merlin 45M, 50M oder 55M) für die Leistung in niedrigen Höhen optimiert wurden. Während viele „LF“-Spitfires passend zu den neuen Triebwerksvarianten „gestutzte“ Tragflächen erhielten, behielten einige die ursprünglichen Flügelspitzen bei.

RegistrationAirlineAircraft TypeMSN
716Czech Air ForcePZL W-3 Sokol370716
30+28German Air ForceEurofighter TyphoonGS017
74+48German ArmyEC-665 Tiger1048
C-FPSHSummit AirDornier Do 2288071
D-EDURPrivateSF-260110
D-ENICPrivateSF-2602-52
FA-67Belgian Air ComponentF-16 Fighting Falcon6H-67
G-LFVBThe Fighter CollectionSupermarine Spitfire LF Mk. VbCBAF.2403
HB-RCJPrivatePilatus P-3467-16
J-5003Swiss Air ForceBoeing F/A-18 HornetSFC003
N18125PrivateLockheed L-12 Electra Junior1222
N184KPClassic FormationBeech 18 GelbCA-130
N21FSClassic FormationBeech 18 RotCA-138
N223CMClassic FormationBeech 18 BlauCA-223
N25YThe Flying Bulls GmbHLockheed P-38L LightningAF44-53254
N431HMClassic FormationDouglas DC-39995
OE-EASThe Flying Bulls GmbHF4U Corsair9149
V-619Swiss Air ForcePilatus PC-6 Porter643
Logfile vom 18. August 2023

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