Nach sechs Jahren Pause war es endlich wieder so weit, und auf dem kleinen Grasflugpatz im Baselbiet wurde wieder ein Flugtag zelebriert.
Patrouille Suisse
Ein Gast mit sehr viel Strahlkraft zeigte sich vielleicht zum letzten Mal in Dittingen, die Patrouille Suisse. In diesem Jahr feiert das Aerobaticteam sein 60-jähriges Bestehen. Leider wurde die Airshow, mit welcher auch dieses Jubiläum gefeiert werden sollte, Knall auf Fall abgesagt.
Pilatus P3 | HB-RBP
Da haben sich doch einige Luftfahrtenthusiasten die Augen gerieben. Umso mehr ist es den Organisatoren in Dittingen hoch anzurechnen, dass sie diesen kleinen aber feinen Flugtag weiterführen.
DFS Habicht | D-1901
Immerhin 13’500 Zuschauer fanden den Weg hinauf auf das Juraplateau und verbrachten am sonnigen Samstag sicher einen interessanten Nachmittag mit vielen Attraktionen in der Luft.
Wing Walking
Die meisten Gäste waren alte Bekannte. Das Alternative Duo aus Frankreich auf Motorseglern war für mich neu, ebenfalls der Gleitschirm mit einem elektrisch angetriebenen Propeller.
North American P-51D Mustang | D-FPSI
Daniel Koblet und die Morane – eine Hommage
Besonders berührte mich die Vorführung der Morane D-3801, mit Laurent Calame an Steuerknüppel. Über sehr viele Jahre wurde diese schöne Maschine von Daniel Koblet im Flug präsentiert. Am 14. Januar 2020 starb Daniel Koblet im Alter von 61 Jahren. Er leitete lange eine Reparaturwerkstatt in Bex und war Prüfer des Bundesamtes für Zivilluftfahrt.
Morane D-3801 | HB-RCF
Sein Name bleibt mit dem Abenteuer verbunden, den letzten Morane-Warbird wieder in die Luft gebracht zu haben. In den 1960er Jahren, als die meisten D-3801 nicht mehr existierten, barg Hans-Ruedi Dubler ein Wrack einer D-3800, das im Besitz des Flieger-Museums in Dübendorf war. Durch sein intensives Werben für die Sache erhielt er Teile von drei weiteren Flugzeugen (den Rumpf der D-3800 J-84, die Flügel der D-3801 J-276 und weitere Wrackteile der J-143).
Morane D-3801 | HB-RCF
Dank der Hilfe mehrerer Enthusiasten wie Max Vogelsang, einem gelernten Zimmermann, dem Kunstflieger Christian Schweizer und dem Mechaniker Peter Zweifel wurde das Flugzeug in über 10’000 Stunden restauriert, war aber nur schwer einsatzfähig. Hans-Ruedi Dubler verkaufte das Flugzeug an Eric Chardonnens, einen Piloten und Arzt aus Lausanne, der es mit der Hilfe von Daniel Koblet im Rahmen des eigens gegründeten Vereins Morane Charlie Fox wieder in die Luft brachte.