Langenthal 2024

Am 1. September 2024 wurde wie gewohnt die Flügerchilbi in Langenthal von der Segelfluggruppe Oberaargau durchgeführt,

Slow Birds

Segelflug und Motorkunstflug waren die Schwerpunkte dieser Flügerchilbi, unterbrochen von Modellflug, wobei die Modelle doch schon sehr gross geraten waren. Immerhin 82 kg wogen die grössten Modelle.

The WingMen

Ein echter Publikumsmagnet, wie die Patrouille Suisse an der letztjährigen Veranstaltung, fehlte zwar, aber es hatte trotzdem viele Zuschauer, welche sich an diesem schönen Spätsommertag an den gebotenen Vorführungen erfreuten.

Slow Birds

Sehr speziell sind die drei Pilatus P3, die sich neu zur Formation „Slow Birds“ formiert haben. Es wurden Erinnerungen an die P3 Flyers aus Ambri wach.

North American AT-16 Harvard | HB-RTA

Ebenfalls neu für mich war die Dreierformation „The WingMen“, welche auf zwei Blackshape Prime und einer Pelegrin Tarragon ein ansprechendes Programm zeigten.

Schleicher Ka 4 »Rhönlerche«

Die von Rudolf Kaiser konstruierte Rhönlerche folgte der Ka-Bezeichnungsreihe und wurde als Ka 4 bezeichnet. Allerdings wurde die Ka 4 unter ihrem Zusatznamen »Rhönlerche« bei den Segelfliegern bekannt.

Schleicher Ka 4 Rhönlerche II

Zwischen 1953 und 1963 wurde die Ka 4 Rhönlerche II 338-mal produziert. Sie hat eine Spannweite von 13 m und die Gleitzahl 19. Diese recht geringe Gleitzahl brachte ihr den Spottnamen »Rhönstein« ein. Dennoch hat sie ein sehr gutmütiges Flugverhalten und war ein beliebtes Ausbildungsflugzeug.

Schleicher Ka 4 Rhönlerche II

Christian Knabe flog 2003 mit ihr eine beachtliche Strecke von 275 Kilometer, was einem Flug von 550 Kilometer mit dem Standardklasse-Flugzeug Discus entspricht.

Schleicher Ka 4 Rhönlerche II

Augenfällig an der »Rhönlerche« ist ihre stark verglaste Kabine, die beiden Piloten gute Sichtverhältnisse gewährleistet. Nachdem eine Neigung zum Ruderflattern festgestellt wurde, erhielten die Querruder Ausgleichsgewichte, um den Ruderschwerpunkt nach vorn zu verlagern.

Schleicher Ka 4 Rhönlerche II

Konstruktiv reihte sich die »Rhönlerche« nahtlos in das Schleicher-Prinzip ein, das auf einen Stahlrohrrumpf mit gefedertem Rad und gefederter Kufe sowie Tragflächen und Leitwerken in Holzbauweise vertraute. Insgesamt wurden ab 1954 von der »Rhönlerche« über 330 Maschinen gebaut, davon nicht wenige in Eigenregie in Form von Lizenzbauten.

Schleicher Ka 4 Rhönlerche II

Die hier abgebildete HB-1245 gehört der Stiftung Segel-Flug-Geschichte mit Sitz in Bettlach (SO).

Schleicher Ka 4 Rhönlerche II

Die meisten Fotos des Flugzeugs wurden während des Trainings zur Flügerchilbi, am Samstag, 31. August 2024 gemacht.

Schleicher Ka 4 Rhönlerche II
HerstellerSchleicher
TypKa 4 »Rhönlerche II«
Baujahr1954 – 1963
Spannweite13,00 m
Länge7,30 m
Flügelfläche16,34 m2
FlügelprofilGö 549 modifiziert
Streckung10,34
Rüstmasse190 kg
max. Fluggewicht400 kg
Flächenbelastung24,48 kg/m2
Wasserballastnein
Gleitzahl19 bei 65 km/h
Gebaute Stückzahl338
Flying Display
Schleicher Ka 4 »Rhönlerche«
Static Display
RegiTypMSNBemerkungen
D-EJXASbach 3425Flying Display
D-MDJUJunkers A50 Junior Replica50-001Flying Display
HB-1016Standard Libelle195Static Display
HB-1245Ka 4 Rhönlerche II116Flying Display
HB-2152Canard SCMV-01Flying Display
HB-2454E1 Antares 20E56E47Static Display
HB-2515Stemme S10 VT11-121Static Display
HB-3241MDM-1 Fox216Flying Display
HB-380Moswey III380Static Display
HB-765K 8 B8254Static Display
HB-FANPilatus PC-6540Static Display
HB-FKCPilatus PC-6844Flying Display – Fallschirmspringer
HB-KBPDR.400 180R Remorqueur1769Static Display
HB-KCJDR.400 140 Major1916Static Display
HB-MIZBücker Jungmeister35Flying Display
HB-OBLPiper J3C-65/L-4 Cub12575Flying Display
HB-ODNPiper J3C-65/L-4 Cub10457Flying Display
HB-ORKPA-18 Super Cub18-7035Flying Display
HB-OXXPA-18 Super Cub18-6300Flying Display
HB-PAVPA-18 Super Cub18-8055Flying Display
HB-RAMPilatus P-264Flying Display
HB-RBPPilatus P-3473-22Slow Birds
HB-RCHPilatus P-3456Slow Birds
HB-RCQPilatus P-3453Slow Birds
HB-RTAAT-16 Harvard76-3556Flying Display
HB-UBCDH-82 Tiger Moth3956Static Display
HB-YOYBS110 Prime53The WingMen
HB-YVLBS110 Prime54The WingMen
N150DDouglas DC-3 (C-47)4463Classic Formation
N184KPBeech 18CA-130Classic Formation
N21FSBeech 18CA-138Classic Formation
N223CMBeech 18CA-223Classic Formation
N49336Pitts S-1 Special1045Flying Display
N60058Stinson VULTEE V 771337Flying Display
N78056GC-1 Swift2056Static Display
N94804Ercoupe4917Static Display
YL-MFGTarragonT201503003The WingMen
Logfile vom 1. September 2024

— 4. Mai 2024 —

Am 4. Mai 1959 flog der legendäre Pilatus PC-6 Porter der Pilatus-Flugzeugwerke zum ersten Mal. Genau 65 Jahre danach fand am 4. Mai 2024 in Bleienbach (LSPL) bei Langenthal ein Fly-in für dieses unverwüstliche Flugzeug aus Schweizer Produktion statt, organisiert durch die Yetiflyers GmbH.

Flightline

Ende der 1950er Jahre läuft bei Pilatus der Serienbau von P-3-Schulflugzeugen für die Schweizer Luftwaffe aus. Die Verantwortlichen entschliessen sich, ein ziviles Mehrzweckflugzeug zu entwickeln, welches viel Nutzlast transportieren kann sowie nur kurze Start- und Landestrecken benötigt. Der PC-6 ist vielseitig einsetzbar und übertrifft die ursprünglichen Absatzziele deutlich. Insgesamt 613 Pilatus Porter werden gebaut.

Pilatus Porter PC-6 | HB-FLH

Der ursprüngliche kurz bauende Boxermotor bringt zur Einführung der ersten PC-6 Versionen zu wenig Leistung. Deshalb erhält die PC-6 ab 1964 eine PT-6 Propellerturbine von Pratt & Whitney. Deren aktuelle Version ist mit 650 PS deutlich stärker als der ursprüngliche 340-PS-Kolbenmotor, hat aber dennoch weniger Gewicht. Deshalb musste die Rumpfnase deutlich wachsen, um die leichte Turbine unterzubringen und den Schwerpunkt dennoch beibehalten zu können.

Pilatus Porter PC-6 | HB-FKL
Pilatus Porter PC-6 | HB-FJP
Pilatus Porter PC-6 | HB-FKC
RegistrationTypMSN
HB-3150DG-500T Elan Trainer5E-123T53
HB-EQJDR.400 180 Regent1628
HB-FJPPilatus Porter PC-61003
HB-FKCPilatus Porter PC-6844
HB-FKLPilatus Porter PC-6867
HB-FLHPilatus Porter PC-6918
HB-UCMGulfstream AA 5BAA5B-0924
HB-YTIPioneer 300343
N60058Vultee V-77 – Stinson AT-19 Reliant 1337
Logfile vom 4. Mai 2024

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