Geschichte Flugtage Colombier

9.-11. Januar 1910
Erstes Schaufliegen in der Schweiz vom 9.-11. Januar in Planeyse-Colombier mit den Piloten Carfani (Bleriot), Nigg (Voisin), Speckner (Bleriot) und Dufaux (Eigenkonstruktion). Einzig Nigg mit der Voisin fliegt zwei Runden, wobei das Flugzeug bei der Landung beschädigt wird. Hunderte der 6000 Zuschauer fühlen sich betrogen, was zu einem Tumult führt.
Quellen:
Schweizer Militäraviatik 1909-1989 – Ernst Wyler – Huber & Co. KG
Bordbuch der Schweizer Luftfahrt – Ernst Wyler – NZZ Verlag

5. Mai 1928                  
Am Samstagnachmittag um zwei Uhr wurde das Flugmeeting auf der Planeyse eröffnet. Der Wettbewerb für Kleinflugzeuge konnte wegen des schlechten Wetters nicht abgehalten werden. Um drei Uhr stieg ein Flugzeug mit dem Fallschirmspringer Buser auf. Als Buser mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug sprang, versagte der Fallschirm und Buser stürzte zur Erde. Der Tod muss augenblicklich gewesen sein.
Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 7. Mai 1928

Mai 1929     
Der Flugtag war von etwa 7000 Personen besucht. Der Neuenburger Aviatikklub hat in letzter Zeit einen eigenen Hangar bauen lassen und ein eigenes kleines Sportflugzeug erworben, mit dem regelmässig Passagierflüge ausgeführt werden. An Fliegern und Flugkünstlern wirkten mit: Victor Elardon, der, obschon er erst seit eineinhalb Jahren fliegt, bereits eine sehr erstaunliche Technik besitzt; neben Loopings, Rollen, Flatterflügen, besonders eindrucksvolle Flüge in der Rückenlage; dann zeigte Romaneschi kühne Evolutionen am Trapez in beträchtlicher Höhe und mehrere gut gelungene Fallschirmabsprünge. Auch August Hügli vertraute sich mehrmals seinem Fallschirm an; der geplante Absprung aus 4000 Meter Höhe mußte wegen des einsetzenden starken Windes unterbleiben. Daneben fand eine Umfliegen der drei Juraseen mit einigen Zwischenlandungen statt, ferner Depeschenwerfen und Geschwindigkeitsmessen durch das Publikum. Gegen Ende des Meetings musste ein Passagierflugzeug eine Notlandung in einer Wiese unternehmen.
Quelle: Der Bund, 28. Mai 1929

26. April 1936
Zum ersten Mal landet aus Anlass eines Flugmeetings auf dem Flugfeld Planeyse -Colombier ein Segelflugzeug, pilotiert von Hermann Schreiber.
Quelle: Bordbuch der Schweizer Luftfahrt – Ernst Wyler – NZZ Verlag

1964
Vorführung der Patrouille Suisse. Wohl eine der ersten Vorführungen der neu gegründeten Patrouille Suisse über dem Flugfeld Planeyse.
Quelle: 60 Jahre Patrouille Suisse – Markus Rieder – Teammedia GmbH                  

September 1977
Die «Patrouille acrobatique de France» zeigte ihre Flugkunst am Wochenende über Genf und anschliessend am Flugmeeting in Colombier. Die Patrouille besteht aus neun Piloten der französischen Luftwaffe mit Fouga-Magister-Maschinen.
Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 5. September 1977

30. August 1980
Die Bedingungen am Samstagnachmittag waren, nach einem verregneten Vormittag, ideal für die ca. 35’000 Zuschauer, die sich auf dem Platz drängten. Die Flugzeuge von Jean Salis besuchten den Flugplatz Colombier. Zu sehen war eine Fokker Trimotor, eine Latéroère 17, eine Bréguet XIV und ein Fieseler Storch. Dann kamen die Patrouillen. Zuerst die Patrouille de France mit ihren neun Fouga Magister. Sie waren einfach schön, zeichneten Blumen in den lila Himmel mit einer ruhigen Klasse, einer Eleganz, die einem bestimmten Image Frankreichs entsprach. Der Hawker Hunter der Patrouille Suisse ist ein wunderbar gezeichnetes Flugzeug, das sich sehr gut für diese Art von Übung eignet. Die Formationswechsel und Flugfiguren waren perfekt. Und dann wurde es plötzlich wild, als acht dunkelblaue Juwelen mit grün-weiß-roten Streifen, die Frecce Tricolori, auftauchten. Es geht immer sehr schnell, es geht immer sehr eng zu und es wird auf wundersame Weise gesteuert. Der Solist ist ein Solist im italienischen Stil, mit ultraschnellen Passagen, denen es nicht an Geschmack mangelt, da sie sich auf Baumhöhe abspielen. Wieder einmal zog Bernard Chabbert das Publikum durch die Qualität seiner Kommentare in seinen Bann.
Quelle: L’express, 1. September 1980

8. September 1984
Rund 40’000 Personen haben am Samstag ein vom Aeroclub Neuenburg organisiertes Flugmeeting in Colombier besucht. Besonders bestaunt wurden die Leistungen der «Patrouille Suisse» mit sechs Hunter-Maschinen. Auch die Kunstflugteams Frankreichs „Patrouille de France“ und Italiens „Frecce Tricolori“ waren mit von der Partie, ebenfalls zahlreiche Sportflugzeuge, Helikopter und Fallschirmspringer.
Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 10. September 1984

August 1989
Das Programm des Flugmeetings ist reich gefüllt mit Höhepunkten und wird von acht Patrouillen aus Frankreich, England, Marokko, Holland und natürlich der Schweiz ergänzt. Im Einzelnen sind dies: die Patrouille Martini-Europe No 1 (3 PC7), die Patrouille Ecureuil (2 Pitts), die Skyhawks (3 Fournier RF4), die Brittany Ferries (3 Cri-Cri), der Marche Verte der königlichen Patrouille von Marokko (4 CAP230), die Grasshoppers aus den Niederlanden (4 Helikopter), 9 Pilatus PC-7 der Instruktoren des Schweizer Überwachungsgeschwaders und als Höhepunkt die Patrouille Suisse (6 Hunter).
Quelle: L’express, 19. August 1989

3. Oktober 1997
Militärischer Wettkampf Swiss Raid Commando. Am Rande des Wettkampfs sorgte die Patrouille Suisse über dem Flughafen Colombier mit ihrer Flugshow für eine Attraktion, die zahlreiche Zuschauer anzog.
Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 4. Oktober 1997

30. Juni 2007
Im Jahre 2007 feierte der Aero-Club von Neuchâtel sein 80-jähriges Bestehen. Zudem wurde das Oldtimersegelflugzeug – ein Grunau Baby – in der Sammlung des Aero-Clubs 70 Jahre alt. Die Schweizer Luftwaffe war mit dem PC-7 Team, dem Super Puma Display Team und dem Swiss Honet Display Team vertreten. 
Quelle: Besuch des Autors – Report


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