Der in den Jahren 1935 bis 1936 von Hans Jacobs bei der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug (DFS) in Darmstadt entwickelte Habicht war das erste speziell für den Kunstflug konzipierte Segelflugzeug. Wesentliche Eckdaten waren eine angepeilte Sturzflug-Geschwindigkeit von bis zu 420 km/h einerseits, aber auch volle Steuerbarkeit noch bei 60 km/h Geschwindigkeit.

Jacobs stützte sich beim Entwurf des Habichts auf seinen bewährten Leistungssegler DFS Rhönsperber ab. Selbstverständlich bekam der Habicht auch den damals üblichen Knickflügel, obwohl der für den Kunstflug kaum Vorteile bringt.

Unter anderem diente der Habicht mit verringerter Spannweite unter der Bezeichnung «Stummelhabicht» sogar zur Piloten-Vorbereitung auf Flüge mit dem Raketen-Jäger Messerschmitt Me 163.

Lediglich ein Habicht aus der Produktion vor 1945 hat im Musée de’l Air in Paris Le Bourget überlebt. Das letzte flugfähige Exemplar wurde 1962 beim Einsturz eines Hangars in Innsbruck zerstört.

Der Oldtimer Segelflugclub Wasserkuppe ging Anfang der 1980er daran, einen Habicht originalgetreu neu zu bauen. Nach 3.600 Baustunden konnte am 20. Juni 1987 „Seppel“ Kurz zum Erstflug starten.

Seit 2001 kann man einen weiteren, wunderschönen Habicht-Neubau bewundern. Der D-1901 wurde in dreijähriger Arbeit von Grossvater, Sohn und Enkel Zahn gebaut. Walter und Clemens Zahn waren seit vielen Jahren mit ihren Grossmodellen in der Modellflugszene wohlbekannt.

Dem D-1901 sieht man die liebevolle Bauausführung von allen Seiten an. Rund 5000 Arbeitsstunden wurden bis zum Erstflug im April 2001 investiert. Das Seitenruder ziert übrigens ein Portrait des Konstrukteurs Hans Jacobs.
| Spannweite | 13,6 m |
| Flügelfläche | 15,82 m² |
| Profile | Göttingen Gö 756 und Gö 676 |
| Länge | 6,58 m |
| Leermasse | 240 kg |
| max. Flugmasse | 350 kg |
| Flächenbelastung | 22.15 kg/m2 |
| Höchstgeschwindigkeit VNE | 250 km/h |
| Mindestgeschwindigkeit VS | 55 km/h |
| beste Gleitzahl | 21 bei 75 km/h |
| geringstes Sinken | 0,8 m/s bei 65 km/h |
Quelle:
- Swiss Aerobatic Gliding Association – SAGA
- Die schönsten Oldtimer-Segel-Flugzeuge – Jürgen Gassebner