Das zivile Kunstflugteam aus dem Kanton Tessin existierte offiziell von 2002 bis ca. 2020.

1995 wurden die letzten robusten Pilatus P3 Trainingsmaschinen durch die Schweizer Luftwaffe verkauft. Einige dieser Maschinen wurden durch die Piloten der P3 Flyers erworben.

Nachdem ab 1996 Formationsflüge mit zuerst zwei und dann drei Maschinen geflogen wurden, entstand das Bedürfnis, echten Formationskunstflug mit mindesten vier Maschinen zu fliegen.

Im Jahre 2002 hatte das Team die nötige Zulassung durch die Schweizer Behörden und startete in das Abenteuer. Stationiert war das Team auf dem Flugplatz Ambri in der Tessiner Leventina.

Jedes Jahr musste die Zulassung erneuert werden im Rahmen von Trainingsflügen, bei welchen die Behörden zugegen waren und sich vom Können der Piloten überzeugen. Das Team hatte die Erlaubnis, einige Wartungsarbeiten an den Maschinen selbst durchzuführen, was die Unterhaltskosten deutlich senkte.

Im Jahre 2006 wurde die Formation auf fünf Flugzeuge erweitert. Dadurch konnte die Choreografie des Teams verfeinert werden. Bereits 2007 wurden alle Maschinen mit Rauchgeneratoren ausgerüstet. Pro Jahr wurden ca. 15 Vorführungen geflogen.

Mit Ausnahme von Andrea Cavadini, der Berufspilot ist, besassen alle anderen Piloten eine Privatpilotenlizenz und gingen daneben ihren eigentlichen Berufen nach.

Das Team flog von 2002-2020 an verschiedenen Anlässen im In- und Ausland. Dabei wurde im Jahre 2003 auch die Flying Legends Airshow in Duxford (UK) besucht.
Die letzten Informationen zum Team in den sozialen Medien datieren auf das Jahr 2021.

Einige Maschinen des Teams sieht man seit 2024 wieder regelmässig an aviatischen Anlässen, allerdings nun von anderen Piloten geflogen. Das neue Team nennt sich «Slow Birds».

Das Team
| 1# Marco Guscio | Leader | CPL / CRI | 2800 Flugstunden |
| 2# Valerio Caroni | Right Wing | PPL / CRI | 1200 Flugstunden |
| 3# Fabrizio Pongelli | Left Wing | PPL/CRI/IR | 570 Flugstunden |
| 4# Marc Roth | Second Solo | FE/FII/FI/CPL | 4500 Flugstunden |
| 5# Mani Vetterli | First Solo | PPL | 2500 Flugstunden |
| 6# Andrea Cavadini | ATPL | 8000 Flugstunden |
| 7# Nicolas Poncini | PPL | 290 Flugstunden |
| Boris Comazzi | Technical Support Historical memory |
HB-RBP (Pilatus P-3-05 / cn: 473-22 / Baujahr: 1958)

Als A-835 von 1958 bis 1991 bei der Schweizer Luftwaffe im Dienst. Insgesamt 2987 Betriebsstunden wurden für dieses Flugzeug vermerkt. Die Maschine wurde am 2. Februar 1991 in Lodrino (TI) versteigert.
Dieser P-3 flog einige Jahre im US-Bundesstaat New Mexico für Haberling, registriert als N4054M. Die Maschine trägt aktuell die historische Bemalung der seinerzeitigen, 1957 gebauten Pilatus-Vorführmaschine HB-HOD. Seitlich am Rumpf steht gross in blauer Schrift der Titel «PILATUS P.3».
Als HB-RBP wurde sie am 19.04.2011 für die Associazione BP, Agno mit Standort Locarno eingetragen. Betrieben wird dieser P-3 von der Tessiner Flugschule Avilù (Stand 2021).
HB-RCL (Pilatus P-3-05 / cn: 511-60 / Baujahr: 1959)

Als A-873 mit Baujahr 1959 wurde die Maschine vom Bundesamt für Militärflugplätze (BAMF) am 22. April 1995 mit 3114 Betriebsstunden und 2381 Landungen in Lodrino (TI) versteigert.
Der P-3 war nach der Ausserdienststellung zivil als HB-RCL immatrikuliert. Im Juni 2000 hat die HB-RCL am Flugfestival Dübendorf teilgenommen. Besitzer der Maschine waren zu diesem Zeitpunkt die FMA-Flyers (Altenrhein, SG).
Seit 2016 zeigt sich die Maschine in einem attraktiven grün-braunen Tarnanstrich. Bei diesem P-3 wurde die originale Cockpit-Verglasung durch eine getönte Version ohne Verstrebungen ersetzt.
Am 22.12.2020 wurde der P-3-05 aus dem schweizerischen Luftfahrzeugregister gelöscht. Sie wurde dann nach Belgien verkauft, wo sie als OO-RDS immatrikuliert wurde.
HB-RCH (Pilatus P-3-05 / cn: 456-5 / Baujahr: 1958)

Als A-818 war die Maschine von 1958 bis 1995 bei der Schweizer Luftwaffe im Einsatz. Das Flugzeug wurde am 06.03.1967 in Dübendorf (ZH) beschädigt.
Die Maschine wurde vom Bundesamt für Militärflugplätze (BAMF) am 22.04.1995 in Lodrino (TI) versteigert. Am 14.09.1995 zivil als HB-RCH immatrikuliert. Eigentümer und Halter der noch heute (Stand 2022) flugtüchtigen Maschine ist die «Associazione RCH» aus Minusio (TI).
HB-RBN (Pilatus P-3-03 / cn: 330-12 / Baujahr: 1956)

Als A-813 war das Flugzeug von 1956 bis 1991 bei der Schweizer Luftwaffe im Einsatz. Die Maschine wurde vom Bundesamt für Militärflugplätze (BAMF) am 02.02.1991 mit 2715 Betriebsstunden in Lodrino (TI) versteigert.
Seit dem 17.05.1991 ist dieser P-3-03 als HB-RBN zivil immatrikuliert. Das Flugzeug flog als eine von fünf P-3 für die «P3 Flyers». Eigentümer und Halter der damals auf dem Flugplatz Lugano-Agno beheimateten Maschine war die Associazione 813 in Agno (TI). Mit Handänderung im schweizerischen Luftfahrzeugregister vom 02.02.2023 ist der P-3 seither in Locarno stationiert.
HB-RCQ (Pilatus P-3-05 / cn: 453-2 / Baujahr: 1958)

Als A-815 war das Flugzeug von 1958 bis 1995 bei der Schweizer Luftwaffe im Einsatz. Die Maschine mit Baujahr 1957 wurde vom Bundesamt für Militärflugplätze (BAMF) am 22.04.1995 mit 3147 Betriebsstunden und 1671 Landungen in Lodrino (TI) versteigert.
Dieser P-3 ist seit dem 09.07.1996 zivil als HB-RCQ immatrikuliert. Eigentümer und Halter der noch heute (Stand 2022) flugtüchtigen Maschine ist die Associazione CQ in 6982 Agno (TI). Betrieben wird dieser P-3 zusammen mit der A-835 / HB-RBP von der Tessiner Flugschule Avilù (Stand 2021).
HB-RCJ (Pilatus P-3-05 / cn: 467-16 / Baujahr: 1958)

Als A-829 war das Flugzeug von 1958 bis 1995 bei der Schweizer Luftwaffe im Einsatz. Die Maschine wurde vom Bundesamt für Militärflugplätze (BAMF) am 22.04.1995 mit 3107 Betriebsstunden und 2596 Landungen in Lodrino (TI) versteigert.
Seit dem 30.06.1995 ist der P-3 zivil immatrikuliert als HB-RCJ. Am 01.06.2016 übernahm die «Associazione CJ», ein Verein des Fliegermuseums Altenrhein (FMA), den P-3-05. Seither fliegt er ab Altenrhein (Stand 2024), und wird zusammen mit seiner Schwestermaschine HB-RCO / A-848 vom Fliegermuseum Altenrhein für Mitgliederflüge, für Training und Auftritte des FMA-eigenen P-3 Displayteams «Patrouille Papillon» sowie für die Basisschulung neuer FMA-Piloten verwendet.
























































Quellen:
Dubouloz, D. (o. J.). Die kleine feine Kunstflugstaffel.
Luftfahrzeugregister. (o. J.). Abgerufen 6. Februar 2026, von https://app02.bazl.admin.ch/web/bazl/de/#/lfr/detail/HB-RBP-1228434
P-3 Flyers | Pilatus Flugzeugwerke. (o. J.). Abgerufen 4. Februar 2026, von https://www.pilatus-aircraft.com/de/news/p-3-flyers
P3 Flyers – Wikipedia. (o. J.). Abgerufen 4. Februar 2026, von https://de.wikipedia.org/wiki/P3_Flyers
Pilatus P-3—Aviation History of Switzerland. (o. J.). Abgerufen 4. Februar 2026, von http://swissair00.ch/a_Index/pilatus–p-3.html
Uno zero zero ein Jahrhundert Schweizer Luftwaffe. (2013). Aero Publ. GmbH.