Flugtage und Umwelt

Parlamentarische Debatte im Nationalrat vom 8. September 2009 zur Motion 07.3642 „Klimabedingtes Moratorium für Flugshows in der Schweiz“.

Die Motion forderte die Schaffung rechtlicher Grundlagen, um Flugshows aus Gründen des Klimaschutzes zu untersagen.

Die Kernpunkte der Debatte waren:

  • Symbolkraft vs. Notwendigkeit: 
    Befürworter sahen in Flugshows verzichtbare Veranstaltungen mit hoher negativer Symbolkraft für den Klimawandel.
  • CO2-Emissionsquellen: 
    Es wurde aufgezeigt, dass nicht die Flugvorführungen selbst, sondern der An- und Abreiseverkehr der Zuschauer die Hauptlast der Emissionen verursacht.
  • Am Beispiel des Red Bull Air Race 2007 in Interlaken verdeutlichte der Bundesrat das Verhältnis der CO2-Emissionen:
    Flugbewegungen: ca. 51 Tonnen CO2.
    An- und Abreiseverkehr: ca. 853 Tonnen CO2.
  • Rechtsgleichheit: Der Bundesrat warnte davor, dass ein Verbot von Flugshows aufgrund des Verkehrsaufkommens konsequenterweise auch andere Grossveranstaltungen betreffen müsste.
  • Ergebnis: Der Nationalrat lehnte die Motion mit 118 zu 57 Stimmen ab.

Quelle: paralament.ch