1925 flog erstmals das Schulflugzeug M.S.53 mit zurückgepfeilten Baldachin-Tragflächen, die zum gemeinsamen Merkmal sämtlicher Morane Schul- und Jagdflugzeuge bis zum Modell M.S.317 wurden.

Die in 346 Exemplaren für den Einsatz als Schulflugzeug gebaute M.S.315 flog erstmals 1932. Sie wurde zum Favorit an Luftfahrtschauen der Vorkriegszeit, geflogen von namhaften Piloten wie Marcel Doret und Michel Détroyat.

Zwischen 1960 und 1962 wurden 40 Exemplare der jetzt im zivilen Segelflugzeug-Schleppdienst eingesetzten M.S.315 auf den Continental-Sternmotor W-670 K mit 223 PS umgerüstet. Ferner wurden die Speichenräder durch bremsbare Räder ersetzt. Der Typ erhielt darauf die neue Bezeichnung M.S.317.

Ein vom französischen Piloten und Sammler Jean Salis geschenktes M.S.317-Wrack (Werk-Nr. 329) wurde von 1981/1982 in Lausanne von Ph. Joyet und einem Team von Begeisterten wieder aufgebaut. Die vollrestaurierte, doppelsitzige M.S.317, HB-RAO, veranlasste damals das Bundesamt für Zivilluftfahrt zur Schaffung einer Sonderkategorie für historische Flugzeuge.
Seitdem fliegt das Flugzeug unter der Ägide der AMPA und ist in Lausanne La Blécherette stationiert. Die HB-RAO ist eine der rund zwölf flugtüchtigen Maschinen dieses Typs in Europa, die einzige im Schweizer Luftfahrzeugregister und das einzige mit Radverkleidungen versehene Exemplar. Ihre elegante Formgebung und der seltene Sternmotor mit Holzpropeller erwecken überall, wo sie hinfliegt, reges Publikumsinteresse.
Quelle:
Gandet, E., Aeberli, J., & Bürgi, M. (2000). AAA, Antique Airplane Association of Switzerland: 25 Jahre Jubliäum = the 25th anniversary. Verlag Antique Airplane Association.