Der Bücker Jungmann war das erste Produkt der Bücker-Flugzeugbau GmbH in Berlin-Johannistal. Der schwedische Konstrukteur Anders Andersson zeichnete verantwortlich für das Muster, dessen Erstflug am 27. April 1934 stattfand.

In Deutschland wurden 3‘000 Stück hergestellt, insgesamt wurden etwa 5‘000 Maschinen produziert.

Wegen der grossen hergestellten Stückzahlen ist die Bücker Jungmann heute ein verbreiteter Oldtimer. Da aber kaum noch Ersatzteile für den Originalmotor Hirth HM 504 A-2 vorhanden sind, wurden einige Exemplare mit einem Lycoming-Boxermotor ausgerüstet. Dadurch konnten diese Flugzeuge zwar von der Stilllegung bewahrt werden, die durch die Umrüstung notwendig gewordene breitere Motorverkleidung (Cowling) zerstört allerdings die elegante Linie des Flugzeugs weitgehend.

Von HB-UDB bis HB-UVZ sind insgesamt 33 Bücker Jungmann im Schweizer Luftfahrzeugregister gemeldet (Stand 2022). Die meisten dieser Bücker wurden von den Dornier Flugzeugwerken in Altenrhein gebaut.

An Bückertreffen, die hin und wieder in verschiedenen Regionen der Schweiz organisiert werden, kann man die meist gelb-schwarz bemalten Maschinen in grosser Zahl bewundern.

Es gibt sogar ein Kunstflugteam auf Bücker, das sogenannte Bücker-Squadron, welches in Biel-Kappelen stationiert ist und meist mit 4 Maschinen ein attraktives Programm zeigt. Neben den Bücker Jungmann kommt in diesem Verband auch der Einsitzer mit Sternmotor, also der Bücker Jungmeister, zum Einsatz.
